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Wildkräuter Detox

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Im Frühjahr beschleicht uns wieder das Gefühl, wir müssten dem Körper etwas Gutes tun, entgiften und ein wenig abnehmen. Allerdings ist Detox an sich eher überflüssig, aber mehr Grün im Essen ist dennoch erstrebenswert 🙂 Pünktlich zur Sonne kommen auch die für uns dafür wichtigen, unterstützenden Helferlein ans Licht: Frische Wildkräuter. Es muss nicht immer der gespritzte Salat aus dem Supermarkt sein. Wildkräuter wachsen überall und sind meist besser als Bio-Qualität. Die wichtigsten Wildkräuter im Überblick:

Löwenzahn

Besonders im Frühling erfreut uns die über Weiden und Wiesen verbreitete leuchtend gelbe Blüte mit ihrem Anblick. Aus Blüten, Blättern und Wurzel lassen sich äußerst schmackhafte und gesunde Gerichte zubereiten. Die in der Pflanze vorkommenden Bitterstoffe bewirken die vermehrte Ausschüttung von Verdauungssäften und regen den Gallenfluss an. Um Gallensäuren herzustellen, muss die Leber eigenes Cholesterin “verbauen”. Bei einer zusätzlich ballaststoffreichen Ernährung, werden die Gallensäuren ausgeschieden. Normalerweise werden sie im Darm wieder aufgenommen und zur Leber transportiert, wo diese die Gallensäuren wieder fröhlich in seine Bestandteile zerlegt. Werden sie nun ausgeschieden, sinkt der Cholesterinspiegel. Außerdem sorgt das mehr an Verdauungssäften für eine schnellere, bessere Verdauung.

Die Nährstoffzusammensetzung von Löwenzahn punktet zusätzlich mit viel Vitamin A, Vitamin E, Calcium und Eisen. Auch entwässerndes Kalium findet sich in rauen Mengen in dem gesunden Kraut. Man kann Löwenzahn wie Spinat oder Mangold zubereiten, ihn kleinhacken und zusammen mit anderen Wildkräutern und Gewürzen zu Kräuterbutter verarbeiten. Auch als Pesto oder Salat ist Löwenzahn geeignet. Zusammen mit Äpfeln kann die Bitternote abgefedert werden, das Kochen der Blätter (etwa 10 Minuten) entfernt einen Großteil der Bitterstoffe.

Sauerampfer

Sauerampfer ist besonders zwischen Mai und August auf Wiesen und Wegesrändern zu finden. Sein Vitamin C Gehalt ist ungemein hoch und er wirkt entwässernd und hilft der Verdauung. Außerdem schmeckt er fein säuerlich-frisch und ist ideal für Salate.  Es gibt verschiedene Ampfersorten, die allesamt essbar sind. Allerdings sollten die älteren, bräunlicheren Blätter links liegen gelassen werden, da sie eher bitter schmecken. Auch bei bestehendem Eisenmangel sollte auf größere Mengen von Sauerampfer verzichtet werden, da die dort reichlich vorhandene Oxalsäure die Eisenaufnahme hemmt. Gerade wegen der Oxalsäure sollte auf junge, frische Blätter zurückgegriffen werden. Beim Sammeln achten Sie am Besten darauf, dass der Standort nicht überdüngt ist. Besonders farbenprächtige Löwenzahnwiesen sind Zeichen von Überdüngung.

Schafgarbe

Schafgarbe ist ab April auf vielen trockenen Wegrändern, Wiesen und Schotterhalden zu finden. Das Kraut hat eine Vielzahl an helfenden Eigenschaften. So wirkt es blutstillend, beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, schleim- und schmerzlösend und kann sowohl bei Hautproblemen, Verdauuungsstörungen und depressiven Verstimmungen helfen. Das in der Schafgarbe enthaltene Extrakt konnte in iranischen Studien zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome bei Multipler Sklerose beitragen.

Ernährungsphysiologisch ist die Schafgarbe besonders als Bitterstoff-, Kalium- und Inulinquelle interessant. Sie ist geschmacklich würzig und eignet sich besonders als Zutat für Salate, Nudelteige, Kräuterbutter und Pesto/Brotaufstriche.

Brennnessel

Die vermeintlich lästige Brennnessel ist ein wahres Naturheilwunder und Superfood. Das kommt daher, dass sie mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte enthält, Bakterienwchstum hemmen kann und vor Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen strotzt. Hierzu gehören Eisen, Kalium und Calcium. Weiterhin trumpft sie mit einem hohen Chlorophyllgehalt auf. Dieser Farbstoff ist an der Blutbildung beteiligt. Sogar mit einem hohen Proteingehalt (ähnlich dem der  Hülsenfrüchte) kann die Pflanze punkten! Wissenschaftlich erwiesen ist zudem, dass Brennesselextrakt für das Ausschwemmen von Harnsäure aus dem Gewebe sorgt. So beugt man Gichtanfällen vor. Überhaupt eignet sich Brennnessel ideal, um zu entwässern.

Um die Vorteile der Brennnesselwirkung und ihren Geschmack in der Küche zu nutzen, gibt es verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für das Wildkraut. Das kommt daher, dass Brennnesselblätter einen spinatähnlichen Geschmack haben und prima roh oder gekocht zubereitet werden können. Um dem Nesselgift zu entgehen, kann man die rohen Brennnesselblätter einfach klein schneiden oder zusammen mit Birnen, Beeren und Co. zu einem leckeren Smoothie verarbeiten. Jüngere Blätter sind nährstoffreicher als die älteren, dunkleren. Für einen Brennnessel-Spinat, 200 g Brennnesseln in Butter zusammen mit Zwiebeln andünsten. Das Ganze mit 200ml Wasser und 50 ml Sahne auffüllen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und nach 10-20 Minuten Garzeit pürieren.

Giersch

Giersch ist im Frühjahr bis Spätsommer überall zu finden und überzeugt mit seinem feinen, mohrrübenartigen Geschmack. Zudem findet sich hier viel Vitamin C (vier mal mehr als in Zitronen!) Für basische Tees und Salate ist Giersch sehr geeignet. Allerdings kann ein “Schutz vor Übersäuerung”, wie es häufig genannt wird, durch eine gesunde pflanzenbasierte Kost mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr erreicht werden, da Säuren im gesunden Körper immer ausgeschieden und nicht ins Gewebe o.ä. eingelagert werden. Regelmäßige Bewegung und nur selten Fleisch und Wurst bringen den Körper wieder in Schwung.

Gänseblümchen

Die perfekte Salatgarnnierung hat einen leicht nussigen Geschmack und lässt sich zwischen März und November auf halbschattigen Wiesen, Feldern, Parks und Gärten. Neben ihrere beruhigenden Wirkung auf die Psyche wirkt das weiße Blümchen blutreinigend, stoffwechselanregend und krampflösend. Auch bei Frühjahrsmüdigkeit ist Kamillentee eine gute Wahl. Natürlich sind auch hier viele frische Vitamine (A,C,E), Mineralstoffe (Eisen, Kalium, Kalzium,Magnesium), sowie ätherische Öle, Schleim- und Bitterstoffe.

Verwendung findet das Blümchen als Beilage für Suppen, Salate, Kräuterquarks und -butter. Selbst für die süße Küche sind die Blüten geeignet. Man kann die Blütenköpfe in Kuchen und Desserts geben.

Für die Zubereitung eines Tees übergießen Sie einfach zwei Teelöffel Blüten mit 250 ml kochendem Wasser lassen ihn und zehn Minuten ziehen.

Anne-Marie Schiede
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