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Wer im Flow ist, lebt glücklicher

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Wer ständig abgehetzt von einem Termin zum nächsten jagd und dabei ständig die Uhr im Blick hat, statt sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, der verpasst sein Leben. Auch das glücklich-sein will sich in diesem Dauerhaft-am-Sein-vorbei-rasen-Gefühl nicht so recht einstellen. Das Gegenteil erlebt, wer sich intensiv und ohne Kompromisse mit einer Sache beschäftigt. Das ist mühsam, aber äußerst zufriedenstellend. Schuld daran ist das, was Experten den Flow-Zustand nennen.

Völlig ungestört und zu 100 Prozent bei der Sache

Wer im sogenannten Flow ist, der befindet sich in einem als angenehm empfundenen Zustand, in dem er vollends in seiner Tätigkeit aufgeht. Die Arbeit geht wie von selbst und fällt leicht. Der Flow Zustand mutet fast wie eine Art kleine Trance an. Läufer berichten häufig von einem solchen Erleben, wenn die zurückgelegten Kilometer nur so dahinfliegen und scheinbar keine Mühen erfordern. Auch Langeweile und Überforderung sind dem Flow völlig fern. Bedingung um zu flowen ist die völlige Ungestörtheit und Konzentration auf die Tätigkeit, der man sich gerade widmet. Besonders erfreulich ist es, dass man sich in diesem Zustand seinen Aufgaben vollends gewachsen fühlt und nicht- wie so oft- frustriert nach einer Lösung sucht. Auch das Zeitgefühl verändert sich- die Zeit verfliegt, manchmal viel zu schnell.

Wie erreicht man den Flow-Zustand?

Wer in den Flow kommen will, kann dies nicht erzwingen. Ein Merkmal des Flows ist allerdings, dass er exakt zwischen Unter- und Überforderung entsteht, also die perfekte Balance bildet. Wer also mit einer herausfordernden Aufgabe konfrontiert wird, die die eigenen Fähigkeiten nicht übersteigt, kommt schneller in den Flow. Doch es gibt Störfaktoren: Ständige Unterbrechungen und Ablenkungen reißen die angenehm fließende Arbeit sofort wieder zurück. Man befindet sich schnell wieder im Stress-Modus und die Arbeit stockt, arbeitet man unter ungünstigen Bedingungen.  Zeit und Ungestörtheit sind also weitere Zutaten, um einen Flow zu erreichen.

Glücklich und ausgeglichen

Die meisten Menschen arbeiten genau entgegengesetzt: Ständig klingelt das Telefon und es stehen Meetings an. Statt sich einer Aufgabe voll und ganz zu widmen, teilen die meisten ihre Arbeitszeit in viele kleine Stückaufgaben auf. Diese Art zu arbeiten, hindert die meisten am zufriedenstellenden Flow-Zustand. Wer immer nur von Aufgabe zu Aufgabe hin- und herhetzt, nimmt sich die Möglichkeit, eine gewisse Stimmigkeit in seinem Tun zu empfinden. Dem Sich-Eins-Fühlen mit der Aufgabe. Das Gefühl, dass die Bewältigung der Aufgabe selbst das beste Feedback ist. Und das Gefühl, alles zustande bringen zu können, solange man nur konzentriert am Ball bleibt. Feind des Flows ist dementsprechend Multitasking. Es zeigte sich, dass Menschen, die sich häufig im Flow Zustand befinden, insgesamt glücklicher sind, als jene, die selten mit ihrem Tun verschmelzen. Es ergab sich auch, dass diese Flow-Frequenz mit einem vermehrten Gefühl von Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit verbunden war. Wer seinem Leben einem höheren Sinn widmet, führt ein Leben in Zufriedenheit, unabhängig davon, was er verdient oder besitzt.

Forschung am glücklichen Flow

Psychologe Mihály Csíkszentmihályi beschrieb den Flow Zustand bereits 1975. Er lieferte Belege dafür, dass der Flow nicht nur unmittelbar positive Gefühle hervorbringt, sondern eben auch langfristig die Lebenszufriedenheit steigert. Häufig geschieht dies beim Spielen (besonders Computerspiele), Sport (Risiko- und Leistungssport) , beim Musizieren, künstlerischen Tätigkeiten und beim Arbeiten (wenn man es richtig anstellt). Flow fühlt sich gut an, weil wir uns in den Momenten des Eins-seins mit dem was wir tun, selbstvergessen sind. Solche Momente sorgen für Glück. Auch beim Lernen hilft der Flow, bessere Ergebnisse in einer Prüfung zu erzielen. Im Flow sind wir hochkonzentriert und erleben alles durch einen Tunnelblick. So blenden wir Unwichtiges und Störendes aus. Auch Sorgen und nagende Gedanken werden in dieser Zeit unterdrückt.

Anne-Marie Schiede
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