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Was kann Ingwer? Die Wunderknolle auf dem Prüfstand

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Ingwer gehört zu den gesündesten Nahrungsmitteln überhaupt und wird auch nicht zuletzt deshalb gefeiert. Ingwertee oder -Limonaden schmecken durch die leichte Schärfe und das Zitronenaroma einfach frisch und als Gewürz passt die Wurzel zu vielen Gerichten. Dank einer Vielzahl an bioaktiven Stoffen wie Gingerol, Vitaminen und Mineralstoffen wird Ingwer auch zur Vorbeugung oder Bekämpfung diverser Beschwerden eingesetzt.

Was ist Ingwer?

Ingwer gehört zur Familie der Ingwergewächse und seine bis zu einem Meter hohe Pflanze ist auch als Zierpflanze sehr beliebt. Das was wir in der Küche verwenden, ist das unterirdisch wachsende und verzweigte Rhizom, also die Wurzelknolle. Sie ist so gesund, da sich all die Inhaltsstoffe der Pflanze dort bündeln.

Gesunde Inhaltsstoffe

Der scharfe Geschmack und das würzige, leicht an Zitrone erinnernde Aroma kommen von den Inhaltstoffen wie Gingerol und Shogaol. Auch Harzsäuren, Zingiberol und Zingiberen sind enthalten. Besonders für Gingerol konnte nachgewiesen werden, dass es im Körper an bestimmte Rezeptoren andockt, die normalerweise Entzündungen auslösen. Die Blockierung dieser Rezeptoren verhindert vermutlich Entzündungsreaktionen im Körper. Besonders Personen mit Rheuma und Gelenkschmerzen könnten davon profitieren, aber auch gegen Erkältungen dürfte Ingwertee helfen. Auch wegen seiner antibakteriellen Wirkung sollte man die Wunderknolle öfter mit ins Essen schmeißen. Obwohl Ingwer relativ scharf ist, schützt er den Magen, indem er die Magenschleimhaut und -Säure reguliert.

Übelkeitshausmittel Nr.1

Da Ingwer direkt auf den Magen wirkt (auf die Serotonin-Rezeptoren, welche Übelkeit auslösen) und diesen schützt, hilft er auch gegen Übelkeit. Besonders die Scharfstoffe lindern das Übelkeitsempfinden. In einer kleinen Studie wurde nachgewiesen, dass Ingwer gegen Seekrankheit helfen kann. Es wirkte sogar besser als ein Übelkeits-Medikament (Dimenhydrinat). Wer unter Übelkeit leidet kann es also zunächst auch mit Ingwertee oder fertigen Lutschtabletten mit ingwer versuchen. Wer nichts gegen die intensive Schärfe hat, kann auch einfach ein Stück frischen Ingwer kauen. Bei sehr starker Übelkeit sollte  zusätzlich ein Antiemetikum eingenommen werden.

Ingwer wirkt schmerzstillend

Gingerole haben eine ähnliche chemische Struktur wie Acetylsalicylsäure, auch als Aspirin bekannt. Es hemmt die gleichen Enzyme, welche an der Schmerzentstehung beteiligt sind. Außerdem wurde in einer iranischen Studie gezeigt, dass 500mg Ingwerpulver eine ähnlich schmerzstillende Wirkung hatte wie 400mg Ibuprofen. Ein Placebo konnte diese Wirkung nicht erzielen. Hier ging es allerdings um Zahnschmerzen nach einer Ziehung der Weißheitszähne, welche durch  Entzündungsreaktionen zustande kommen. Da Ingwer gegen Entzündungen wirkt, werden so auch die Schmerzen gehemmt. Auch gegen Muskelkater, Arthrose-Schmerzen und Kopfschmerzen soll das Gewürz helfen. Circa 2 g täglich reichen aus um eine Wirkung zu erzielen.

Nährstoffe im Ingwer

Zusätzlich zu den gesundheitlichen Wirkungen bietet Ingwer auch eine Bandbreite an Nährstoffen. Die rohe Knolle enthält sehr viel Vitamin C -etwa 5 mg/100g. Hitzeeinwirkung zerstört das Vitamin allerdings schnell. Kalium ist auch in nenneswerter Menge enthalten. Es ist wichtig für die Regulation des Wasser- und Elektrolythaushalts und sorgt dafür, dass unsere Zellen miteinander kommunizieren und Signale weiterleiten. Ingwer wird auch eine krebshemmende Wirkung nachgesagt, welche durch die enthaltenen Antioxidantien zustande kommen könnte.

Ätherische Öle

Ingwer ist vollgepackt mit Ätherischen Ölen. Diese Öle sind leicht flüchtige Stoffe, welche aus Alkoholen, Estern oder Terpenen bestehen. Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe und haben nachweislich gesundheitliche Wirkung. Borneol kann dafür sorgen, dass bestimmte Medikamente besser aufgenommen werden und schneller im zentralen Nervensystem wirken können. Daher wird es auch einigen Medikamenten zugesetzt. Cineol wirkt außerdem antibakteriell und wird zusätzlich häufig bei Bronchitis oder anderen Atemwegserkrankungen angewendet.

Anne-Marie Schiede
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