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Das Poststress Syndrom: Warum man immer im Urlaub krank wird

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Viele kennen es- endlich ist der lang ersehnte Urlaub da, für den man die letzten Wochen auf der Arbeit zusätzlich Gas gegeben hat, um auch alles Wichtige zu erledigen; und prompt wird man von Halsschmerzen, Schnupfen und Fieber gepackt. Statt zu entspannen, fährt unser Körper jetzt das volle Abwehrprogramm. Dass man besonders nach einer sehr stressreichen Phase krank wird, sobald diese aufhört, liegt am Poststress Syndrom.

Wer viel Stress hat ist häufiger betroffen

Gerade Personen, die täglich einer hohen Stressbelastung ausgesetzt sind, leiden häufiger unter den Erschöpfungssymptomen. Wer eher selten unter Stress im Alltag klagt, den trifft es auch deutlich weniger oft. Kopfschmerzen, Erkältungssymptome und Rückenschmerzen sind die “Klassiker” unter den Stressbeschwerden. Doch warum treffen uns die Symptome erst, wenn wir zur Ruhe kommen?

Stresshormone unterdrücken das Immunsystem

Unser autonomes Nervensystem ist unter Stress aktiv. Im Stressmodus werden Cortisol und Noradrenalin ausgeschüttet, welches wiederrum den Herzschlag erhöht und Glucose freisetzt, um Energie zu mobilisieren und uns (kampf-) bereit macht. Das Hormon Cortisol hat unter anderem die Wirkung, das Immunsystem zu unterdrücken. Das ist auch der Grund, dass es gegen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird. Durch das herabgesetzte Immunsystem sind wir nun anfälliger für krankmachende Keime.

Symptome wenn endlich Ruhe einkehrt

Endet die Stresssituation, kommt es zu den Symptomen: Der Hals kratzt und der Kopf dröhnt. Weil Noradrenalin aufgrund der vorherigen Stressbelastung nun fehlt, ist das empfindliche Gleichgewicht nun durcheinander und es kommt zum Krankheitsausbruch.

Richtiges Pausenmanagement

Wer also darunter leidet, ständig zu Urlaubsbeginn krank zu sein, der sollte ernsthaft versuchen, Stress im Alltag zu reduzieren. Das heißt, sich nicht alles aufzuhalsen was möglich ist, die Ansprüche senken, regelmäßige Pausen machen und in der Freizeit statt sich nur von TV und Social Media berieseln zu lassen, Aktivitäten in der Real World zu unternehmen, die im besten Fall entspannen. Wenn man den ganzen Tag viel mit Menschen zu tun hat, ist es vielleicht ratsamer, sich in der Freizeit auch mal alleine zu erholen. Wer im Büro vor dem PC hockt, sollte sämtliche Bildschirme in der Freizeit meiden und viel Sitzen erfordert ausreichend ausgleichende Bewegung. Auch Zeichnen soll besonders entspannend sein. 🙂

Wichtig ist es, immer wieder vom Leistungsmodus in den Entspannungsmodus zu wechseln, damit Stress nicht dauerhaft unser Immunsystem unterdrückt. Das ist natürlich auch eine Frage der Gewohnheit.

Anne-Marie Schiede
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