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Schreiben Sie es auf! Journaling macht glücklich

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Tagebuch schreiben ist eher so ein Teenie Ding? Unter dem neuen Begriff “Journaling” allerdings erlebt das tägliche Aufschreiben der Gedanken ein Revival. Es soll Selbstreflexion ermöglichen, die Zufriedenheit steigern und die Kreativität fördern.

Den Arbeitsspeicher leeren – Gegen Schlafstörungen

Wenn wir aufschreiben, was uns beschäftigt, entleeren wir unseren “Speicher”. Alles, was als undifferenzierter und verschwurbelter Emotions- und Gedankenwusel immer mal wieder unser Arbeitsgedächtnis und die Konzentration stört, lässt sich in Form geschriebener Worte einfacher entwirren und bewerten. Die störenden Grübeleien verschwinden aus dem Kopf. Das funktioniert, da allem, was zuvor unbeachtet und halb unbewusst in unserem Kopf herumschwirrte, nun Beachtung geschenkt wird. Indem wir alles, was uns beschäftigt aufschreiben, setzt unser Arbeitsgedächtnis nun einen Haken dahinter und lässt uns in Ruhe. Andererseits führt unerledigtes und unbeachtetes Geschwurbel zum ewiglangem Ruminieren und das am liebsten abends vor dem Schlafen (wenn wir uns nicht mehr mit anderen Dingen beschäftigen können).

Nehmen Sie sich einen Block oder ein Notizbuch und schreiben Sie einfach drauf los. Denken Sie nicht darüber nach, was Sie aufschreiben, Form, Schrift und Ausdrucksweise sind egal. Es geht nur darum, ihren Gedanken die Aufmerksamkeit zu zollen, die ihnen zusteht. Üblicherweise verdrängen wir über den Tag alles, was uns stört, weil andere Aufgaben als “wichtiger” erscheinen. Mails beantworten, Kundengespräche führen und uns auf die Arbeit konzentrieren. Es gibt immer Gelegenheiten, uns nicht um uns zu kümmern. Lassen wir die Gedanken unbeantwortet zurück, enstehen mitunter Schlafstörungen oder andere psychosomatische Phänomene.

Auch einfache To-Do-Listen, Mind Maps oder Notizen können helfen, die Gedanken zu kanalisieren und den Kopf zu ordnen.

Schluss mit Unken – Aufschreiben macht glücklich

Wer täglich schreibt und seinen Gedanken freien Lauf lässt, lernt sich mit der Zeit besser kennen. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist grundlegend für unsere Entwicklung. Wie in jeder guten Netflixserie, ist Charakterentwicklung der Schlüssel zum Erfolg! 🙂 Wenn man sich und seine Ziele klar vor Augen hat, ist es einfacher, zieldienlich zu handeln und Unwichtiges zu eliminieren.

Wer dauernd pessimistisch denkt und redet, muss leider auch damit rechnen, eher an Dingen wie Herzleiden zu erkranken. Das geht aus einerlangjährigen finnischen Studie hervor.

Aaah wie schlimm! – Pessimisten können sich jetzt in ihrem Elend wälzen oder sich mit einem relativ einfachen Anti-Pessimismus-Manöver vor diesem Schicksal bewahren: Wer jeden Tag aufschreibt, wo es in seinem Leben läuft und wofür er/sie dankbar ist, bricht auf Dauer seine destruktiven Unkenrufe auf und wird nachweislich glücklicher. Auch weil man sich bewusst auf die positiven Aspekte des Lebens konzentriert, schafft man neuronale Netzwerke für positive Gedanken. Umso häufiger man über Positives schreibt (“Heute habe ich einen süßen Hund gesehen”), desto leichter lässt sich dieses Netzwerk aktivieren (das “Süße Hunde-Netzwerk”?). Entweder direkt morgens nach dem aufstehen, aufschreiben auf was ich mich heute freue und erwarte zu schaffen, oder abends wenn etwas Ruhe eingekehrt ist, niederschreiben worauf man stolz und was am heutigen Tage vielleicht unerwartet gut gelaufen ist. Bereits 5 Minuten Journaling täglich reichen aus, um sich glücklicher zu fühlen und einen positiven Impact auf sein Leben zu erzielen. Probieren sie es aus!

Kreativ sein ist cool (und wichtig)

Es ist immernoch nicht ganz klar, was Kreativität überhaupt ist, aber es scheint mittlerweile das Ding zu werden, denn Kreativität und die Fähigkeit divergent zu denken (sich nicht an schon bestehende Strukturen zu halten, sondern offen und spielerisch Neues zu erschaffen) scheint angesichts unangehmer, immer dringlicher werdender Probleme wie dem Klimawandel, zunehmend mehr Relevanz zu bekommen.

Also macht es ja Sinn, seine kreative Ader (wenn vorhanden) irgendwie zu fördern. Schreiben kann da helfen. Also das ehrliche, persönliche, freie Schreiben. Regen Sie sich über irgendetwas auf und schreiben es nieder. Solche Texte sind erstaunlich authentisch. Besser als trockene Fakten darzulegen sind Beschreibungen, Übertreibungen und grundsätzlich das Weglassen von Phrasen. Wenn Sie unter Schreibblockaden leiden, fangen Sie einfach an irgendetwas aufzuschreiben, auch wenn es sich zunächst doof anhört. Irgendwann hängen Sie sich an einem Gedanken auf und führen diese Ideen weiter. Man gelangt so auch mitunter in einen Flow-Zustand. Und der macht glücklich.

Schreiben ist viel besser, als stumpfes Smartphone-Anstarren, deshalb kann es schon viel bringen, sich täglich ein bisschen Schreib-Zeit einzuräumen. Auch das Sammeln und Ausprobieren diverser Füller, Gel- oder Kugelschreiber und Kalender und Notizbücher kann zum spaßigen Hobby werden.

Anne-Marie Schiede
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    2 Kommentare

    1. Darum haben wir jetzt so viele Notizblöcke und -bücher zu Hause

      Super Beitrag

      Viele Grüße

      1. Vielen dank Heike!

        Ja schreiben ist wichtig. So kann man auch immer den Überblick behalten und Alltagsballast loswerden. Also fleißig alle Notizbüchlein vollschreiben 🙂

        Viele Grüße

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