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Schlafen und Leistungsfähigkeit: Wie viel Schlaf ist optimal?

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Bald ist es wieder soweit: Am 28.Oktober werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Das heißt für viele auch:  Müdigkeit am Arbeitsplatz und Minijetlag im Alltag. Schuld daran ist oft der mit der Zeitumstellung verbundene Schlafmangel. Doch nicht nur ein Mangel an Schlaf kann die Leistungsfähigkeit und Konzentration einschränken. Auch wer Langschläfer ist, hat oft mit Antriebslosigkeit und beeinträchtigter Aufmerksamkeitsleistung zu kämpfen. Doch warum ist das so? Und wie viele Stunden Schlaf brauchen wir wirklich, um im Arbeits- und Alltagsgeschen nicht einzuknicken? Wir klären auf!

Was ist Schlaf?

Hier ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz einig, fest steht allerdings, dass wir ohne Schlaf auf kurz oder lang krank werden, oder im Extremfall sogar sterben. Leiden wir an Schlafentzug, kommt es zu Gereiztheit, Verwirrtheit und Trugbildern, da unser Nervensystem nicht zur Ruhe kommt. Hier liegt auch die wahrscheinliche Funktion für den Schlaf: Organe, Gehirn und Nerven kommen kurzzeitig zur Ruhe. Es kommt zur Regeneration der Zellen im Körper und zur Neuorganisation und Festigung der erlebten Inhalte des Alltags (wie etwa Lerninhalte oder Problemlösungen). Während dieser Prozesse wird zwischen verschiedenen Schlafphasen gewechselt, in welchen zum Beispiel entweder Verdauuung, Muskeltätigkeit und Blutdruck reguliert, oder Lerninhalte gefestigt und reorganisiert werden.

Was Schlafmangel so gefährlich macht

Schlaf ist also wichtig für uns. Doch was passiert, wenn wir über einen langen Zeitraum zu wenig davon bekommen? Leider ist der soziale Druck in unserer Leistungsgesellschaft so hoch, dass es zum guten Ton gehört, wenig zu schlafen zugunsten der Arbeitszeit. Folge des Schlafmangels ist eine erhöte Unfallgefahr, z.b. durch Auto- oder Arbeitsunfälle. Im Jahr 2017 wurden alein 1.940 Unfälle aufgrund von Übermüdung verursacht. Da Reaktionszeiten  verlängert sind und  das Urteilsvermögen beeinträchtigt wird, kommt es auch auf der Arbeit zu vermehrten Fehlern und damit zu einem wirtschaftlichen Schaden. Die eigene Gesundheit wird mit einem ehöhten Diabetesrisiko, geschwächtem Immunsystem und Schäden am Herzen durch den Schlafmangel gefährdet. Mehrere Tage zu wenig Schlaf, können uns sogar reagieren lassen wie mit einem Blutalkohol von 0,6 Promille!

Schlafmangel ist schlecht für’s Gemüt

Auf Schlafentzug reagiert unser Gehirn ziemlich heftig. Wir können uns bei aufbrausenden Emotionen schlechter kontrollieren. Das Gehirn schaltet in einen primitiveren Verarbeitungsmodus und sorgt bei Konfrontation mit emotionsauslösenden Ereignissen (Stress auf der Arbeit, traurige Nachrichten, negative Stimmung) für eine überschießende Reaktion. Zumindest wurde dies in Laborstudien mit Probanden unter 35 Stunden Schlafentzug, festgestellt. Allerdings lässt dieser Mechanismus erklären, warum Menschen unter Schlafentzug schlechter gelaunt, mitunter aggressiv reagieren können. Aus langer Sicht drohen gar Depressionen.

Wie viel Schlaf ist ideal?

Die Universität von Kalifornien in San Diego hat die optimale Schlafdauer ermittelt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es 7 Stunden Schlaf sind, die unsere optimale Leistungsfähigkeit, Stimmung und Konzentrationsfähigkeit verbessern. Schläft man hingegen länger als 8 oder weniger als 7 Stunden, nehmen die Vorteile bereits ab. Schlafen wir länger nimmt sogar das Risiko für Übergewicht und Diabetes zu! Allerdings variiert die Schlafdauer mit dem Alter und beträgt für Kinder eher 9-11 Stunden und ist für Menschen über 65 Jahren auch zwischen 5-6 Stunden okay.

Anne-Marie Schiede
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