Bürotipps

Glücks- und Botenstoffe natürlich pushen: Serotonin

0

Aus alt mach neu – Bürotipps wird zu NineToFive. Lies hier die Klassiker unseres alten Blogs im neuen Design. Klick dich durch unterhaltsame Artikel und informiere dich über die neuesten Facts rund um den Büroalltag. Alle Bürotipps Artikel →

So wie Dopamin gehört der als Zufrieden- und Gelassenheitshormon bekannte Botenstoff Serotonin zu den Neurotransmittern. Es wirkt einerseits als Hormon auf viele Prozesse im Körper und andererseits als Neurotransmitter direkt im Gehirn auf Stimmung, Schlaf und Schmerzempfinden.

Verbessert Serotonin die Stimmung?

Serotonin hat enorme Auswirkungen auf unsere Stimmung. Dafür muss das Gehirn es allerdings selbst produzieren. Haben wir genügend  Serotonin zur Verfügung, fühlen wir uns gelassen, zufrieden und weniger ängstlich. Auch das Hungergefühl wird durch Serotonin unterdrückt. Zu wenig Serotonin kann hingegen Heißhungeranfälle auslösen. Interessant ist auch, dass ein Mangel aggressives Verhalten und letztendlich Depressionen verursachen kann. So kann man sagen, dass das der Botenstoff für eine zufriedene Stimmung und langfristig für unsere geistige Gesundheit essentiell ist.

Kann man Serotonin “essen”?

Viele Lebensmittel enthalten Serotonin und stehen deswegen in “Verdacht”, glücklich zu machen: Etwa Schokolade oder Bananen. Allerdings kann das so aufgenommene Hormon die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden und demnach nicht auf unsere Stimmung Einfluss nehmen. Indirekt wird durch den Genuss eines Schokobananenshakes allerdings viel Dopamin ausgeschüttet, da besonders leckeres Essen ein starker Belohnungsreiz für das Gehirn ist. Aber auch Serotonin kann vermehrt gebildet werden, wenn durch sehr kohlenhydrat- und eiweißreiche Kost Tryptophan ins Gehirn gelangt. Diese Aminosäure ist nämlich der Ausgangsstoff für die Herstellung des Neurotransmitters. Wer sich also “glücklich essen” will, kann zum Beispiel mit Nüssen, Vollkorn, Fisch, Rindfleisch und Bohnen punkten. Auch dunkle Schokolade enthält viel Tryptophan 🙂

Besser schlafen mit Serotonin?

Wenn wir müde sind, geschieht dies über das Hormon Melatonin. Es nimmt ab, sobald es hell wird, selbst wenn wir unsere Augen geschlossen haben. Dies ist auch ein Grund dafür, dass wir, sobald es hell wird, wach werden oder zumindest kaum noch tief schlafen. Dieses Hormon ist allerdings abhängig von unserem Serotoninspiegel, da es aus diesem Hergestellt wird. Zudem sorgt Serotonin selbst für das Einschlafen. So ist es ein wichtiges Schlafhormon.

Kann man seinen Serotoninspiegel erhöhen?

Um seinen Serotoninspiegel zu erhöhen und so dauerhaft ausgeglichen, zufrieden und ausgeschlafen zu bleiben, kann man vieles unternehmen. Erstens macht ein Verzicht oder eingeschränkter Konsum von Vitamin- und Meralstoffräubern wie Zigaretten und Alkohol Sinn. Diese greifen auch direkt langfristig negativ in den Hormonhaushalt und die Stimmung ein. Zweitens kann eine kohlenhydratreiche Ernährung mit ausreichendem Eiweiß für einen optimalen Nährboden für Serotonin fungieren. Optimal heißt, an die körperliche Aktivität angepasst. Wer regelmäßig Sport treibt, kann seine Serotoninproduktion ordentlich ankurbeln, dadurch, dass Tryptophan besser ins Gehirn aufgenommen wird. Regelmäßig muskelermüdender Sport sorgt die Aufnahme bestimmter Aminosäuren in die Muskeln. So gelangt hingegen mehr Tryptophan ins Gehirn, das ansonsten mit den anderen Aminosäuren um den Eintritt durch die Blut-Hirn Schranke konkuriert. Wer außerdem täglich der Sonne ausgesetzt ist und nachts für eine gute Schlafhygiene sorgt, sollte seinen Bedarf an “Glückshormonen” decken.

Anne-Marie Schiede
Haben Sie Anregungen oder Fragen zum Artikel? Haben Sie etwas für Ihren eigenen Büroalltag mitnehmen können? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar.

    Der Bürostuhl – Warum sich eine Investition lohnt

    Nächster Artikel

    Das könnte dich auch interessieren

    Kommentare

    Artikel kommentieren

    Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.