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Stress wegzeichnen- Kunst im Alltag stärkt das Gehirn

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Abschalten kann mitunter echt schwierig sein. Häufig hängen wir unentspannt vor PC, Smartphone oder TV. Diese Ablenkungen machen nachweislich nervös und unzufrieden auch wenn wir zunächst glauben, uns damit zu entspannen. Tatsächlich steigt dadurch unsere Nervosität und das Gefühl, wichtige Dinge zu vernachlässigen und etwas zu verpassen. Außerdem schalten wir vor dem Fernseher oder dem Laptop nicht ab, sondern müllen unser Gehirn stattdessen noch mehr zu. Das Blaulicht der Geräte gibt unserem Körper den Rest und raubt uns den Schlaf. Neben Yoga, Meditation und Waldspaziergang gibt es einen weiteren echten Stresskiller: Zeichnen!

Zeichnen entspannt

Die Nachfrage an Stiften ist in den letzten Jahren gestiegen. Ausmalbücher für Erwachsene liegen im Trend, ebenso wie  Zentangle-Kurse, in denen man lernt, über das Zeichnen einfacher Muster zu entspannen. Beim Malen sind wir fokussiert und bekommen den Kopf frei. Ab und zu eine Mandala-Session kann also die Achtsamkeit fördern und hilft abzuschalten.

Einfache Muster

Ohne Equipment, einfach mit Edding oder Kulli drauflos zeichnen- Zentangle ist praktisch und kann immer angewendet werden. Das Zen in Zentangle heißt soviel wie “Zur Ruhe kommen” und das Tangle bezeichnet “Gewirr/ Durcheinander”. Bei dieser Technik geht es um das Entspannen beim Zeichnen bestimmter Muster: Blumen, Körbe oder Katzen. Über verschiedene Striche, Punkte, Kreise und Kurven entstehen so vielfältige Muster. Kleine Details sorgen für noch mehr Fokussierung und einen meditativen Flow.

Stressresistenz fördern

Zeichnen hilft, Stress zu regulieren und etwas ausgeglichener zu werden. Während des Zeichnens kann man einfach nur entspannen, oder sich auch gezielt mit bestimmten Emotionen auseinandersetzen. Es soll auch helfen, Blockaden aufzulösen. In der Kunsttherapie wird genau das gemacht: Indem man seine Gefühle darstellt, bekommt man einen besseren Zugang zu sich selbst. Das Visualisieren innerer Vorgänge kann helfen, Probleme zu erkennen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Unser Gehirn liebt Kunst

Das Gehirn reagiert auf Kunst über das Belohnungszentrum und ruft entsprechend angenehme und anregende  Gefühle hervor. Außerdem werden Netzwerke aktiv, die normalerweise beim Tagträumen und Dösen feuern. Voraussetzung ist allerdings, dass wir das Kunstwerk auch wirklich ästhetisch ansprechend finden.

Wer regelmäßig zeichnet, verändert sogar sein Gehirn. In einer Studie der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen konnte bei Probanden, die einen zehnwöchigen Kunst- und Zeichenkurs durchliefen,  anschließend eine merklich höhere Stressresistenz (über Fragebögen erfasst) und eine durch fMRT aufgezeigte Veränderung (Erhöhung) der neuronalen Verbindungen festgestellt werden.

Es muss keine High-End-Zeichnung sein

Auch wenn die eigenen Zeichnungen eher in der Post-it-Langeweile-beim-Telefonieren- Kritzel-Liga mitspielen, macht es Spaß und wirkt entspannend. Es muss nicht super aussehen, um heilsam zu sein und Stress abzupuffern. Hauptsache ist, dass man sich auf das Zeichnen konzentriert und abschaltet. Um Abwechslung und neue Impulse in das Zeichnen zu bekommen, lohnt es sich, verschiedene Stifte oder Materialien zu benutzen: Buntstifte eigenen sich sehr gut für Zeichnungs-Einsteiger und zum Colorieren. Fasermaler sind sehr farbintensiv und eignen sich für Comics, Mangas oder Grafik- oder Produktdesign. Bleistifte und Kullis sind zum Skizzieren und Kritzeln die beste Wahl.

 

 

 

Anne-Marie Schiede
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