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Professionell Präsentieren: 6 Tipps für Deinen Vortrag

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Meeting. Raum 2.045. Die Blicke deiner Zuhörer wandern an der weißen Raufasertapete entlang. Dir schießen nervöse Fragen durch den Kopf: Hört mir überhaupt jemand zu? Kann ich meine Kollegen überzeugen? Wie wirke ich wohl gerade? Du erinnerst dich an den letzten Vortrag, den du selbst in diesem Raum gehört hast. Letzten Montag. Du hast die Deckenfliesen gezählt. Es sind genau 84. Die Notizzettel in deiner Hand zittern. Was wolltest du eigentlich sagen?

Mann, der gähnt. Gelangweilt durch einen Vortrag.
Die denkbar ungünstigste Reaktion auf Deinen Beitrag im Meeting.

Wir sind uns einig: Das ist nicht der beste Ausgang für Deine kommende Business-Präsentation. Nur wie einen interessanten Vortrag vorbereiten? Wie fesseln, begeistern und überzeugen? Wie professionell präsentieren?

Mit diesen 6 Tipps bereitest Du eine erfolgreiche Präsentation vor.

1. Sag, was Du willst!

Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Du einfach drauflosreden kannst und Deinen Zuhörern völlig egal ist, was Du sagst. An diesem Punkt ist es meistens schon zu spät.

Mann mit Sonnenbrille und Zigarette pöbelt Richtung Betrachter.
Den arroganten Kollegen endlich die Meinung geigen. So weit geht dieser Tipp (leider) nicht.

Im Gegenteil: Es geht darum, gleich von Anfang an klar zu formulieren, was die Ziele Deiner Präsentation sind. So wissen Deine Kollegen, wofür sie gerade ihre Zeit hergeben und warum ihre Aufmerksamkeit wichtig ist.

Schreibe Dir in kurzen, klaren Hauptsätzen maximal drei Ziele Deines Vortrags auf.

Beispiel:

  1. Ich informiere Sie über die Verkaufszahlen von Produkt XY.
  2. Ich will Sie von der Ausweitung des Marketings überzeugen.
  3. Wir wollen gemeinsam neue Ideen zum Produktimage entwickeln.

2. Schreib alles auf!

Stichwörter und verkürzte Notizen sind prima für den Hauptteil Deines Vortrags. Aber es lohnt sich, Anfang und Ende detaillierter vorzubereiten. Schreib hierbei wirklich alles auf. So kommst Du sicher in Deinen Vortrag hinein und auch wieder hinaus.

Junge Frau schreibt am Tisch. Bereitet Präsentation vor. Laptop und aufgeschlagene Bücher, Bibliothek im Hintergrund.
Eine sorgfältige Vorbereitung ist das A und O fürs professionelle Präsentieren.

Überlege Dir den genauen Wortlaut von Einstieg und Abschluss. Lies Dir Deinen Entwurf mehrmals durch und übe (auch wenn es sich vor dem Spiegel vielleicht nicht so professionell anfühlt zu präsentieren).

Struktur für den Anfang:

  1. Begrüßung und Vorstellung
  2. Anlass, Thema, Ziele
  3. Überleitung zum Hauptteil

Struktur für das Ende:

  1. Zusammenfassung
  2. Schlussappell und Dank
  3. Überleitung zur Fragerunde

3. Lass es weg!

Du hast ausgiebig recherchiert. Richtig so. Du hast alle Informationen in Deinen 20 Minuten verstaut. Keine so gute Idee. Nur ein kurzer, kompakter Vortrag ist ein guter Vortrag. Erspare Deinen Kollegen die Langeweile und kürze Deine Präsentation auf das Wesentliche.

Abfalleimer in der Stadt mit aufgeklebten Augen und der Aufschrift "Auf ihn mit Gemüll".
Manche Informationen eignen sich nur für diesen speziellen Kollegen.

Gehe Dein Material durch und streiche alles, was für Deine Vortragsziele nicht unbedingt notwendig ist.

Beachte beim Kürzen:

  • Ziele der Präsentation
  • Wissensstand der Zuhörer
  • Zeitliche Vorgaben

4. Sprich mit beiden Gehirnhälften!

Der Mensch merkt sich nur ca. 10 % von dem, was er liest oder hört. Auch wenn Dein Gehirn während des gesamten Vortrags unter Hochspannung steht, gilt das gewöhnlich nicht für Deine Zuhörer. Doch wie den Gehirnschmalz der Kollegen aktivieren, sodass auch etwas hängen bleibt?

Verrückter Wissenschaftler hält schreiend zwei Platinen an seine Schläfen. Im Hintergrund elektrische Geräte, eine technische Werkstatt.
Gehirn einschalten. Immer eine gute Idee.

Der Mensch verarbeitet in der linken Gehirnhälfte das, was er hört. In der rechten das, was er sieht. Um den Impact Deiner Präsentation von 10 auf 50 % zu steigern, musst Du beide Gehirnhälften ansprechen. Also: Mehr Bilder verwenden!

Überarbeite Deine Präsentationsfolien: Reduziere den Text auf ein Minimum und füge stattdessen passende Fotos, Schaubilder oder Grafiken ein.

5. Lass die anderen machen!

Noch höher ist die Aufnahmefähigkeit, wenn Deine Kollegen selber aktiv werden. Dann bleibt sogar 90 % von dem hängen, was im Meetingraum passiert.

Person in Hängematte. Nur Schuhe zu sehen. Im Hintergrund ein Park.
Füße hoch und arbeiten lassen! Schön wär’s jedenfalls…

In kleineren Gruppen kannst Du Pinn- und Magnetwände, Flipcharts oder Whiteboards benutzen, um gemeinsam Ideen zu sammeln und Schaubilder zu erweitern. Einzige Voraussetzungen sind ein funktionierender Stift und eine leserliche Handschrift.

Überlege, ob ein interaktives Konzept für Deine Präsentation sinnvoll ist. Vielleicht als Ergänzung der Fragerunde?

6. Mach die Arbeit Deiner Kollegen!

Wie ist das nun wieder gemeint? Um auch bei unangenehmen Nachfragen kompetent zu reagieren, lohnt sich ein Blick in den Kopf Deiner Zuhörer. Aber keine Sorge: Um professionell zu präsentieren, musst Du kein Hirnchirurg oder Psychotherapeut sein. Verstehst Du den Standpunkt Deiner Kollegen und Vorgesetzten, so kannst Du Auseinandersetzungen vorbeugen und selbst glänzen.

Junger Mann nachts im Büro allein vor einem Computerbildschirm. Überstunden zur Vorbereitung einer Präsentation.
Also doch: Um eine intensive Vorbereitung kommst Du nicht herum.

Versetze Dich in Deine Kollegen: Welche Fragen könnten aufkommen? Bereite Deine Antworten vor.

Stelle Dir selbst folgende Fragen:

  1. Welche Fragen würde ich gerne hören?
  2. Welche Fragen und Einwände befürchte ich?
  3. Wie möchte ich darauf reagieren?

Fazit

Meeting. Raum 2.045. Beamer anschalten. Durchatmen. Ziele vor Augen. Der Raum füllt sich langsam. Lächeln. Augenkontakt. Du rückst noch einmal Deine Karteikarten zurecht. Los geht’s!

Mit diesen Tipps bist Du für Deinen Vortrag gewappnet. Was sagst du? Wie ist Deine letzte Präsentation gelaufen? Kennst Du noch weitere Tricks für einen gelungen Vortrag? Wir freuen uns auf Dein Feedback.

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