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Durch eloquente Antworten erfolgreich durch das Vorstellungsgespräch

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Im persönlichen Gespräch wollen Personaler meist herausfinden, ob der Bewerber zum Unternehmen passt und wirklich der geeignete Kandidat für die Stelle ist. Hier ist vor allen Dingen die richtige Vorbereitung auf das Interview unerlässlich. Doch nicht nur Themen über den Betrieb stehen hoch im Kurs, auch Fragen über Sie als Bewerber sollten sorgfältig vorbereitet werden, um möglich geschmeidig jede Frage eloquent beantworten zu können. Die Antworten auf die häufigsten Fragen, die Personaler gern stellen, sollten also im Voraus gut bedacht werden.

Die typischsten Fragen im Bewerbungsgespräch

Es gibt zahlreiche Standard-Fragen, die Personaler gerne mit in das Gespräch einstreuen. Alle Fragen auswendig zu lernen und stumpf wiederzugeben, sollte nicht das Ziel sein. Als Inspiration oder Denkanstöße für die Basis eines flexiblen Vorstellungsgesprächs sind diese Fragen allemal geeignet. Sie sollten sich also Ihre Gedanken über deren Beantwortung machen, um sich dementsprechend auf das Bewerbungsgespräch einzustimmen.

Selbstpräsentation: Erzählen Sie etwas über sich

Hier wird die Fähigkeit zur Selbstrepräsentation gefordert. Häufig zu Beginn eines Gesprächs wird von Ihnen verlangt, in wenigen Minuten eine Selbstbeschreibung, ihren Werdegang, bisherige Erfolge und Ihre Arbeitsweise zu beschreiben. Dieses ‘Loblied auf sich selbst’, dient den Personalern, Sie im Rahmen der aus dem Bewerbungsschreiben und dem Lebenslauf erfahrenen Fakten, kennenzulernen und eventuelle Widersprüche anzusprechen. Dabei wird vor allem darauf geachtet, wie überzeugend, selbstbewusst und ehrlich Sie rüberkommen und ob Sie sich eingehend mit Ihrer angestrebten Stelle beschäftigt haben und Sie persönlich mit all Ihren Kompetenzen auf das Anforderungsprofil der Stelle passen.

Die 3-Schritte -Formel für die Kurzpräsentation

Zur kurzen Übersicht, wie Sie am besten vorgehen, eignet sich die Ich bin-ich kann-ich will- Formel. Zunächst geht es nur um die Einleitung Ihrer Person mit Name, Alter und Ausbildung/ Studiums. Über die Schwerpunkte, die Sie währenddessen gelegt haben und die Projekte, die Sie erfolgreich betreut haben, leiten Sie auf Ihre Fähigkeiten und Ziele für die jetzige Stelle ein. Berichten Sie auch über besondere Qualifikationen und Erfahrungen. Darauf aufbauend können Sie erklären, wie Sie mit Ihren Fähigkeiten positiv zum Unternehmen beitragen können. Hier sollten Sie sich auf folgende Fragen einstellen:

  • Warum sollten wir Sie einstellen?
  • Was können Sie für uns tun, was andere nicht können?
  • Warum möchten Sie diesen Job?

Wirklich überzeugt sind Personaler nicht etwa von besonders hohem Ehrgeiz. Wer hohe Eigenmotivation mitbringt (“Ich will mich im Bereich Ernährungspsychologie weiterentwickeln und neue Präventionskonzepte erstellen, um den Patienten hier in der Rehaeinrichtung bestmöglich zu helfen“, oder “In Ihrem Unternehmen sehe ich die Chance, meine Kreativität gewinnbringend einzusetzen, um neue und innovative Lösungswege zu entwickeln und das Prozessmanagement zu optimieren.”), hat deutlich höhere Chancen, den Job letztendlich auch zu bekommen.

Die Frage nach den Stärken und Schwächen

Wer diese Frage wirklich gewissenhaft beantwortet, ohne herumzudrucksen, kann seine Jobchancen tatsächlich erhöhen. Man sollte sich nicht allzu perfekt präsentieren, sondern tatsächlich einige Schwächen von sich preisgeben. Authentizität ist hier das Schlüsselwort. Zudem wird hier häufig auch darauf abgezielt, Sie in Verlegenheit zu bringen, um zu schauen, wie Sie in Stress-Momenten reagieren.  Bleiben Sie also ruhig und gelassen, wenn Sie auf diese Frage antworten. Überlegen Sie, welche Erfolge Sie bereits verbuchen konnten und beschreiben Sie, wie Ihre Fähigkeiten und Stärken Ihnen hier geholfen haben.

Dies können Kreativität beim Bearbeiten früherer Projekte oder Hobbies, Feinfühligkeit in Bezug auf Patienten oder die Familie und die außerordentliche Fähigkeit, über Themen zu referieren sein. Andere Standardstärken, die einen erfolgreichen Mitarbeiter ausmachen sind etwa Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, hohe Belastbarkeit und optimaler Umgang mit Stress. Auch diese Eigenschaften können in Erfahrungen eingebettet werden wie: “Ich kann gut mit Stress umgehen und bin sehr ehrgeizig, da ich während meines zeitintensiven Studiums, Teilzeit arbeitete und einem Sport nachgegangen bin.” Belegen Sie Ihre genannten Stärken einfach mit Beispielen aus Ihrem Leben, oder Zeugnissen.

Schwächen richtig verpacken

Ihre Schwächen sollten kein Grund für den Personaler sein, Sie nicht für die Stelle in Betracht zu ziehen, im besten Fall also nichts mit der Stelle zu tun haben. Es geht auch nicht darum, Sie ausszusortieren. Sich seiner eigenen Schwächen bewusst  und kritikfähig zu sein, sind die Eigenschaften, die hier abgefragt werden.  Es geht auch darum, zu erfahren, ob Sie selbstreflexiv etwas dafür tun, Ihre Schwächen zu kompensieren oder verbessern. Zum Beispiel können Sie sagen:

“Ich bin schnell vergesslich, doch dieses Problem kriege ich mit gutem Organisieren und To Do Listen in den Griff.”, oder “Da ich mich in der Regel schnell ablenken lasse, achte ich besonders darauf, sämtliche Störfaktoren am Arbeitsplatz auszuschalten und sperre Websiten wie Facebook und Youtube während der Arbeitszeit.”

Fragen über die Arbeitsweise

Hier ist es ratsam, sich zunächst genau über die Arbeitsweise und Besonderheiten im Unternehmen zu informieren. Werden Werte wie Teamarbeit oder Selbstständigkeit groß geschrieben? Letztendlich sollten Sie sich aber auch nicht verbiegen. Spätestens beim Probearbeiten erkennen Sie ohnehin, wie gut oder eben nicht Sie zum Unternehmen passen. Wenn Sie Probleme damit haben, Ihren Arbeitsstil zu beschreiben, stellen Sie sich vor, wie Sie sch in früheren Arbeitssituationen verhalten haben und schauen Sie, ob Ihr Verhalten zu den in der Stellenanzeige geforderten Fähigkeiten passt. Es ist immer sinnvoll, Aussagen zur Person mit Beispielen zu veranschaulichen. Gern gesehene Attribute können Zielorientiertheit, professionelles Auftreten oder Zuverlässigkeit sein.

Warum passen Sie in unser Unternehmen?

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, warum gerade Sie am besten für das Unternehmen geeignet sein sollen. Zudem geben Sie mit ihrer Beantwortung gleichzeitig Auskunft darüber, wie intensiv Sie sich mit der Unternehmenskultur auseinandergesetzt haben. Sie sollten vorzugsweise immer einen Bezug zum Unternehmen herstellen, wenn Sie Ihre eigenen Stärken beschreiben, so ist es selbstverständlich auch mit der Eignung für die ausgeschriebene Stelle. Heben Sie Ihre Qualifikationen nochmals hervor, wenn diese zu dem Unternehmen passen.

Haben Sie noch Fragen an uns?

Um Ihr Interesse an dem Unternehmen zum Ausdruck zu bringen, sind Fragen am Ende des Gesprächs unerlässlich. Überlegen Sie sich also im Vorfeld Fragen, die Sie im Anschluss stellen können. Überlegen Sie sich, wie Sie sich die Arbeit idealerwesie vorstellen. Stellen Sie demnach Fragen zur Arbeitsausstattung, Ihren Verantwortungsbereich und die Räumlichkeiten. Auch stellt sich häufig die Frage nach dem Kollegenzusammenhalt und die Zusammenarbeit im Allgemeinen. Fällt ihnen partout nichts Sinnvolles ein, gehen auch simple Fragen wie:

  • Wie läuft meine Einarbeitung ab?
  • Welche Weiterbildungsmöglicheiten gibt es?
  • Wie groß ist das Team, mit dem ich arbeiten werde?
  • Mit welchen Abteilungen werde ich zusammenarbeiten?

Wichtig ist es, sich während des Gesprächs nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Klappt dies bei den ersten Malen noch nicht so richtig, ist das auch kein Weltuntergang. Mit jedem weiteren Vorstellungsgespräch üben Sie Ihre Fähigkeit, auch in Stresssituationen gelassen zu bleiben und werden mit der Zeit feststellen, dass es nie so schlimm ist, wie man es sich vorstellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anne-Marie Schiede
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