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Cloud Computing einfach erklärt

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Was hat es nur immer mit dieser Wolke auf sich? Überall wird alles in die Cloud verfrachtet: Fotos, Filme, Daten usw.  Selbst Software kann  über die flauschige Datenwolke auf dem Computer genutzt werden, ohne diese vorher zu installieren! Doch was ist die Cloud überhaupt?

Ein riesiges Rechenzentrum

Eine Cloud ist ein riesiges Rechenzentrum, besteht also aus zahlreichen miteinander vernetzten Rechnern. Dieses Rechenzentrum speichert Medien und Software und macht diese über das Internet verfügbar. So werden Fotos, Musik und andere Daten nicht lokal auf dem eigenen Rechner gespeichert und installiert, sondern können theoretisch von jedem Gerät genutzt werden, sofern eine Internetverbindung besteht. Sogar verschiedene Software muss nicht mehr umständlich und kapazitätsverbrauchend auf dem eigenen Gerät installiert, sondern kann über einige Dienstanbieter bei Bedarf genutzt werden. Auch Aktualisierungen und Wartungen der Anwendung werden automatisch von der Cloud erledigt. So können E-Mail Programme, Büroanwendungen wie Microsoft Office oder Suchfunktionen über die Cloud erfolgen.

Welche Cloud Modelle gibt es?

Cloud Computing umfasst drei gängige Servicemodelle. Das IaaS (Infrastructure as a Service) ist die grundlegende Ebene des Cloud Computings. Es bietet Nutzern unter anderem Hardware und Speicherplatz. Im Prinzip stellt es alle grundlegenden IT-Ressourcen zur Verfügung, welche sich der Anwender dann aus den beötigten Recheninstanzen und Speichern zusammenstellen muss.

Anders sieht es beim PaaS (Platform as a Service) aus. Hier werden Programmiermodell und Entwicklerwerkzeuge bereitgestellt. Vor allem Software -Entwickler können mit dem PaaS hervorragend arbeiten. Es verbindet außerdem das IaaS mit dem SaaS.

Besonders für Endanwender interessant ist das SaaS (Software as a Service). Hier werden Softwares wie etwa Microsoft Office 365 angeboten. Man erhält den Zugang, ohne die Anwendung installieren zu müssen.

Neben dieses Modellen, gibt es noch vier verschiedene Arten der Cloud:

Die Public Cloud

Diese Rechenwolke dient der öffentlichen Nutzung verschiedener Kunden oder Unternehmen. Zum Beispiel sind E-Mail Dienste oder Services wie Google Docs bekannte Beispiele.

Die Community Cloud

Hier beschränken sich die Daten auf einen kleinen Nutzerkreis. Das Rechenzentrum wird einer bestimmten Gruppe von Unternehmen oder Privatpersonen bereitgestellt.

Die Private Cloud

Hier gibt es einen vordefinierten Benutzerkreis, der die Ressourcen nutzen kann. Aus Datenschutzgründen werden zum Beispiel nur den eigenen Mitarbeitern einer Firma die IT-Dienste zugänglich gemacht.

Die Hybrid Cloud

Hier werden Private und Community Cloud vermischt und je nach Sensibilität der Daten, bestimmte Anwendungen direkt im Unternehmen verarbeitet werden, während alles andere über die öffentliche Cloud läuft.

Wie funktionieren Cloud Speicher für Fotos ?

Bei dem Cloud Speicher stellt ein Drittanbieter Datenspeicherkapazität zur Verfügung, verwaltet und betreibt diesen. Die Daten werden dann für die Anwendung auf der ganzen Welt zugänglich gemacht.

Will man Bilder über die Cloud speichern, sollte man sich zunächst ein Konto bei einem vorhandenen Anbieter anlegen (z.B. Apple, Google oder Dropbox). Es reicht meist schon, die kostenlose Cloud-Grundausstattung zu nutzen. Über synchronisierte Ordner am Computer, wird der Speicherplatz dann als Ablage für die Dateien genutzt. Immer wenn eine Verbindung zum Internet besteht, werden die Inhalte aktualisiert. Über die jeweiligen Seiten der Anbieter kann nun von anderen Geräten auf diese Inhalte zugegriffen werden.

Verschiedene Anbieter – Wie nutze Ich die Cloud ?

Andoid-Smartphones

Um bei Androit Geräten die Cloud Funktion zu nutzen,  ist ein Google-Konto-Account Voraussetzung. Über die App “Google Fotos” (neuere Geräte haben diese schon vorinstalliert) können eigene Bilder so auf Google übertragen werden. Zusätzlich werden automatisch Bildinformationen wie der Aufnahmeort über Google gespeichert oder Ordner erstellt, wie “Katzen” oder “Selfies”, mittels Bildanalyse und KI.

iphones

Da man für die Nutzung eines iphones einen Apple Account anlegen muss, hat man praktischerweise bereits bei Betriebnahme des Geräts einen iCloud- Zugang. Fotos, Musik und Videos werden automatisch gespeichert.

Dropbox

Für beide Betriebsysteme geeignet, lässt sich über Dropbox die automatische Synchronisierung der Handy-Dateien aktivieren. Dies funktioniert allerdings nur, wenn ein Konto zuvor auf einem Computer aktiviert wurde.

Office-Suite 365

Über den Microsoft Cloud Dienst “One Drive” können mehrere hunderttausend Bilder gespeichert werden, sofern man die Bürosoftware Office Suite 365 nutzt. Benötigt man weiniger Speicherplatz, kann auch die Anwendung “One Cloud” genutzt werden.

Amazon Drive

Wer Amazon-Prime Kunde ist, kann zusätzlich über den Cloud Dienst Amazon drive Fotos unbegrenzt speichern.

Die Vorteile und Risiken der Cloud Nutzung

Durch das Aussourcen von Bildern, Dateien und Software, kann der Smartphone-Speicher entlastet werden, da Sie Fotos vom Smartphone einfach löschen können, ohne dass diese verloren gehen. Der Zugriff über den Computer erleichtert das Bearbeiten und Ordnen der Dateien.

Natürlich ist diese Anwendung auch mit Risiken verbunden, da Datenlecks oder Hackerangriffe nie ganz ausgeschlossen sein können. Daher sollte eventuell gut überlegt werden, welche Dateien in die Cloud hochgeladen werden und welche eventuell auf einem lokalen Speicher besser aufgehoben sind. Auch kann es sein, dass man unbeabsichtigt die Nutzungsrechte an seinen Bildern abtritt und diese dann für andere Zwecke wie zum Beispiel Werbung vom Dienstleister verwendet werden.

Anne-Marie Schiede
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